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Kaltakquise Benchmarks DACH: Realistische Terminquoten nach Branche

Kaltakquise Benchmarks DACH: Realistische Terminquoten nach Branche

Die Zahl, die dein Team zerstört

 

Du hast von einer 30%-Terminquote gehört. Irgendwo aus den USA. Von einem Tech-Startup mit einem 20-köpfigen SDR-Team, Sequoia-Geld im Rücken und einem Produkt, das sich quasi selbst verkauft. Und jetzt fragst du dich, warum dein Team bei 8% stagniert.

 

Ich sage dir warum: Weil du mit den falschen Zahlen planst. DACH ist nicht Amerika. Der Schweizer Entscheider ist kein Silicon-Valley-Gründer. Und die Benchmarks, die du brauchst, kommen aus dem Markt, in dem du wirklich operierst.

 

Hier bekommst du diese Zahlen.

 

FAQ
  • F: Warum gelten US-Benchmarks nicht für den DACH-Markt?
  • A: US-Märkte haben andere Entscheidungsstrukturen, kürzere Verkaufszyklen und eine andere Telefonkultur. Im DACH-Raum sind Entscheider schwerer erreichbar, Gatekeeper besser ausgebildet, und Vertrauen braucht mehr Zeit.
  • F: Woher stammen die DACH-Benchmarks in diesem Artikel?
  • A: Aus der Auswertung von über 150 branchenübergreifenden B2B-Vertriebskampagnen im Schweizer Markt durch Aurenus AG — veröffentlicht als Schweizer Telemarketing Benchmarks 2026.

 

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Warum DACH-Benchmarks eine eigene Planungsgrundlage brauchen

 

Der DACH-Entscheider tickt anders

 

Ich habe selbst erlebt, wie ein deutsches Unternehmen sein Outbound-Team mit US-Playbooks aufgebaut hat. Zehn SDRs. Aggressives Dialing. Ziel: 50 Dials pro Tag pro Person. Nach zwei Monaten: Burnout, schlechte Stimmung, und eine Terminquote, die die Führungsebene nicht veröffentlichen wollte.

 

Das Problem war nicht das Script. Es war die Erwartungshaltung.

 

Im DACH-Raum gilt: Gatekeeper sind exzellent geschult. Entscheider-Zeit ist knapp. Und wer mit der falschen Erwartung ins Prospecting geht, optimiert auf Aktivität statt auf Ergebnisse.

 

Was die Daten wirklich sagen

 

Laut den Schweizer Telemarketing Benchmarks 2026 von Aurenus AG — basierend auf über 150 B2B-Kampagnen im Schweizer Markt — sind das die realistischen Grundwerte:

 

  • 3–8 Brutto-Anrufversuche pro Entscheider (über verschiedene Tage und Uhrzeiten verteilt, bis zur persönlichen Erreichung)
  • Netto-Erreichbarkeit: 75–80% eines Adressstamms — von 1.000 Adressen erreichst du realistisch 700–800 Entscheider persönlich
  • 2–5 qualifizierte Netto-Kontakte pro Stunde — alles darüber ist Massenabfertigung ohne Tiefe

 

Diese Zahlen klingen ernüchternd. Sind sie nicht. Sie sind Planungsgrundlage.

 

Was "erreichbar" wirklich bedeutet

 

Ein häufiger Fehler: Teams rechnen mit 100% Erreichbarkeit und wundern sich über Lücken im Funnel. 20–25% deines Adressstamms wirst du nie persönlich erreichen. Das ist kein Versagen — das ist Marktstruktur. Wer das einplant, hat einen realistischen Forecast. Wer es ignoriert, lügt sich selbst an.

 

FAQ
  • F: Was bedeutet "Netto-Kontakt" in der Kaltakquise?
  • A: Ein Netto-Kontakt ist ein persönlich geführtes Gespräch mit dem Entscheider — keine Mailbox, kein Assistent, kein „schicken Sie uns Infos zu". Nur der direkte Dialog zählt.
  • F: Warum darf man nicht mehr als 5 Netto-Kontakte pro Stunde anstreben?
  • A: Darüber wird jedes Gespräch zur Abfertigung. Du hast keine Zeit mehr für echtes Zuhören, echte Bedarfskonkretisierung oder relevante Einwandbehandlung. Die Terminquote fällt — garantiert.

 

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Die Terminquoten nach Branche: Was wirklich erreichbar ist

 

IT & Software / SaaS: 10–13%

 

Hoch komplexes Umfeld. Der Entscheider — meist CTO, Head of IT oder VP Engineering — wird täglich kontaktiert. Er hat keine Zeit für generische Pitches. Er kennt jeden Trick.

 

Laut den Schweizer Telemarketing Benchmarks 2026 liegt die realistische Terminquote bei 10–13% (gemessen an tatsächlich erreichten Entscheidern). Das klingt nach wenig. Ist es nicht, wenn du weißt, was ein qualifizierter Discovery Call in diesem Segment wert ist.

 

Was hier den Unterschied macht: technisches Verständnis auf Augenhöhe. Wer im SaaS-Segment kaltakquiriert, muss den Ist-Zustand des Zielkunden kennen, bevor er den Soll-Zustand addressiert. Kein technisches Statement, kein Termin.

 

Praxisbeispiel SaaS

> „Ich habe festgestellt, dass viele Teams in Ihrer Größenordnung nach dem letzten Hiring-Push mit drei verschiedenen Tool-Stacks arbeiten — und das kostet Onboarding-Zeit. Darf ich kurz zeigen, wie andere das gelöst haben?"

 

Das ist kein Pitch. Das ist ein relevanter Einstieg.

 

B2B-Dienstleistungen / Consulting: 15–20%

 

Hier ist der Mehrwert im Erstgespräch entscheidend. Der Entscheider kauft keine Software — er kauft Veränderung. Und Veränderung bedeutet immer: jemand muss investieren, und jemand muss das intern rechtfertigen.

 

Die Terminquote liegt laut Aurenus Benchmarks bei 15–20% — aber nur, wenn der Fokus klar auf dem Information Gain liegt. Was bringt dieses Erstgespräch dem Entscheider, der jetzt gerade 30 andere Dinge zu tun hat?

 

Wenn du diese Frage nicht in 10 Sekunden beantworten kannst, bist du nicht bereit für den Anruf.

 

Praxisbeispiel Consulting

> „Wir arbeiten gerade mit drei Unternehmen aus Ihrer Branche, die alle das gleiche Problem haben: Ihre Vertriebsführungskräfte coachen zu wenig, weil der Alltag sie frisst. Wir haben dafür ein konkretes Format entwickelt — macht es Sinn, das kurz zu zeigen?"

 

Information Gain sofort. Kein Blabla.

 

Industrie / Produktion / Logistik: ab 15%

 

Pragmatische Entscheider. Keine Zeit für abstrakte Versprechen. Betriebsleiter, Einkaufsleiter, Produktionsverantwortliche — die wollen wissen, was sich konkret ändert, und ob es funktioniert.

 

Die Benchmarks sagen ab 15% — mit nach oben offenem Potenzial, wenn die Argumentation klar, direkt und auf Augenhöhe ist. Fachjargon schadet hier weniger als in anderen Segmenten — vorausgesetzt, er ist korrekt.

 

Praxisbeispiel Industrie

> „Sie haben letztes Jahr die Lagerkapazität erweitert — ich sehe das an Ihren Stellenausschreibungen. Wir helfen Unternehmen genau in dieser Phase, die Lagerverwaltung sauber digital abzubilden, bevor es zu teuer wird, es nachzurüsten."

 

Konkret. Relevant. Auf den Punkt.

 

FAQ
  • F: Warum unterscheiden sich die Terminquoten so stark zwischen IT und Industrie?
  • A: Komplexitätsgrad, Entscheidungsautonomie und Auswahlhürde variieren stark. IT-Entscheider prüfen tiefer, haben mehr Angebote auf dem Tisch und delegieren seltener. Industrieentscheider entscheiden pragmatischer — wenn der Nutzen klar ist.
  • F: Kann ich diese Benchmarks auf Deutschland und Österreich übertragen?
  • A: Weitgehend ja. Die Aurenus-Daten stammen aus dem Schweizer B2B-Markt, der als anspruchsvollster DACH-Markt gilt. Deutsche und österreichische Benchmarks liegen in ähnlichen Bereichen — tendenziell etwas zugänglicher, insbesondere in der Industrie.

 

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Die größten Fehler bei der Benchmark-Planung

 

Fehler 1: Brutto-Zahlen als Netto interpretieren

Mit 100 Anrufen 20 Termine zu planen, weil „20% Terminquote" im Plan steht — ohne die 20–25% Nicht-Erreichbarkeit einzurechnen. Realistisch: aus 100 Brutto-Versuchen werden ca. 75 Netto-Kontakte, daraus entstehen 11–15 Termine (IT) oder 15–20 (Consulting).

 

Fehler 2: Einmal messen, nie anpassen

Benchmarks sind kein Naturgesetz. Sie sind ein Orientierungspunkt. Wer seine eigenen Daten nicht erhebt — und zwar nach Branche, Zielkunde und Tageszeit — plant im Blindflug.

 

Fehler 3: US-Benchmarks als DACH-Ziel setzen

Ich habe Führungskräfte erlebt, die "Connect Rates von 15%" als Ziel ausgeben, weil sie einen LinkedIn-Post von einem US-SDR gelesen haben. Das Ergebnis: Teams, die sich permanent als Versager fühlen, obwohl sie sehr gut arbeiten.

 

Fehler 4: Die Bestandskunden-Reaktivierung vergessen

Das größte Potenzial liegt oft im eigenen CRM. Die Benchmarks zeigen: Bei professioneller Reaktivierung von inaktiven Bestandskunden liegt die Quote bei 25%+ — jeder vierte Kunden kommt zurück.

 

FAQ
  • F: Wie viele Adressen brauche ich für eine belastbare Outbound-Kampagne?
  • A: Laut Aurenus sind mindestens 300 qualifizierte Adressen das absolute Minimum. Für nachhaltige Pipeline-Entwicklung und zuverlässige Optimierung empfiehlt sich eine Basis von 1.000 Adressen.
  • F: Ab wann kann ich meinen eigenen Benchmark ableiten?
  • A: Erst ab etwa 200–300 tatsächlich geführten Netto-Gesprächen wird dein eigener Datensatz statistisch belastbar. Kleiner Tipp: Tracke immer nach Branche und Entscheider-Ebene getrennt.

 

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Fazit: Plane mit echten Zahlen

 

DACH-Outbound funktioniert — aber nur, wenn du mit realistischen Erwartungen planst. 3–8 Anrufversuche. 75–80% Erreichbarkeit. 2–5 Netto-Kontakte pro Stunde. Und Terminquoten zwischen 10% und 20%, je nach Branche.

 

Das ist keine schlechte Ausbeute. Das ist ein profitables Geschäftsmodell — wenn du es richtig rechnest.

 

Wer mit US-Zahlen plant, wird im DACH-Markt immer enttäuscht sein. Wer mit DACH-Zahlen plant, baut ein Team auf, das Erwartungen erfüllt — und langfristig übererfüllt.

 

Dein nächster Schritt: Nimm deine letzten 100 Kaltakquise-Gespräche. Sortiere sie nach Branche. Berechne deine eigene Terminquote pro Segment. Dann vergleiche mit diesen Benchmarks — und sieh, wo du stehst.

 

Artikel 40 — Prospecting-KPIs: Die Zahlen, die wirklich zählen

 

Artikel 38 — Outbound-Disziplin statt Hauruck: Warum Konsistenz mehr Termine bringt

 

Artikel 10 — Gesprächseinstieg in 7 Sekunden: So startest du einen Cold Call

 

 

Was ist eine realistische Terminquote bei der Kaltakquise im B2B-Bereich in Deutschland?

 

Im B2B-Bereich in Deutschland liegt eine realistische Terminquote — gemessen an tatsächlich erreichten Entscheidern — je nach Branche zwischen 10% und 20%. IT und SaaS: 10–13%. Consulting und Dienstleistungen: 15–20%. Industrie und Logistik: ab 15%. Diese Zahlen gelten für professionell vorbereitete Kampagnen mit sauberen Adressen und geschulten Gesprächsführern.

 

Quelle

 

  • Aurenus AG: Schweizer Telemarketing Benchmarks 2026 — Was sind realistische Ergebnisse im B2B-Vertrieb?
Erfolgreiche Kaltakquise im B2B Vertrieb: Tipps & Strategien

1 Min. Lesezeit

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