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Proof of Value: So beweist du deinen Mehrwert im Pilotprojekt
Wenn dein Zielkunde sagt: "Zeig mir erst, was du kannst"
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Vorstellung und Steckbrief von Sascha Kronberg.
Hier geben wir Tipps und Anregungen, um sich im Vertriebsalltag zu verbessern.
4 min read
Sascha Kronberg
:
Jun 26, 2026 5:39:56 PM
Ich habe das gelernt, als ein CFO mich mitten in meinem Pitch unterbrach: „Das klingt gut. Aber was bringt mir das — in Euro?" Ich hatte keine Antwort. Der Deal starb.
Seither habe ich für jedes Gespräch mit einem Economic Buyer einen Business Case. Nicht als komplizierte Excel-Tabelle. Als einfaches, klares Rechenmodell, das jeder in fünf Minuten versteht. Das ist ROI Kalkulator Vertrieb B2B in der Praxis.
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Dein Ansprechpartner im Vertriebsteam ist begeistert. Der IT-Leiter auch. Aber der CFO oder CEO — der Economic Buyer — schaut nicht auf Features. Er schaut auf Zahlen.
Er stellt sich drei Fragen:
Wer diese drei Fragen nicht beantworten kann, verliert den Deal. Nicht weil das Produkt schlecht ist — sondern weil kein Business Case existiert.
Es gibt einen weiteren Grund, warum ROI-Argumentation so mächtig ist: Zahlen machen Versprechen real. Wenn du sagst „unsere Lösung spart Zeit", ist das ein Versprechen. Wenn du sagst „eure aktuellen manuellen Prozesse kosten euch laut euren Angaben 8 Stunden pro Mitarbeiter pro Woche — bei 15 Mitarbeitern sind das 120 Stunden pro Woche oder rund 5.400 € bei einem Stundensatz von 45 €", ist das eine Realität.
Und gegen Realitäten kann man nicht mit „zu teuer" argumentieren.
ROI ist die Sprache des Economic Buyers. Wenn du in seiner Sprache sprichst, öffnet er sich. Er hört auf zu widerstehen und fängt an mitzudenken.
Ich habe das dutzende Male erlebt: Der Moment, in dem ein CFO aus dem Abwehrmodus herauskommt und anfängt, selbst zu rechnen, ist der Moment, in dem der Deal beginnt.
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Ein Business Case für den Vertrieb muss nicht kompliziert sein. Er braucht vier Elemente:
1. Ausgangssituation (Ist-Zustand): Was kostet das Problem heute?
2. Lösungswert (Delta): Was ändert sich durch eure Lösung?
3. Investition: Was kostet die Lösung (Einmalkosten + laufende Kosten)?
4. ROI-Berechnung: Jährlicher Mehrwert minus Investition = ROI; Investition ÷ monatlicher Mehrwert = Break-Even in Monaten
Das ist alles. Kein Excel-Monster. Keine 20 Tabellenblätter. Ein klares Rechenmodell auf einer Seite.
Lass den Kunden selbst schätzen. Frage: „Wie viele Stunden verliert euer Team pro Woche mit [Problem X]?" Dann: „Was ist euer interner Stundensatz für diese Tätigkeit?"
Multipliziere: Stunden × Stundensatz × 52 Wochen = Jährliche Problemkosten.
„Ihr habt 8 Mitarbeiter, die je 3 Stunden pro Woche mit manueller Datenpflege verbringen. Bei einem internen Stundensatz von 50 € macht das: 8 × 3 × 50 × 52 = 62.400 € pro Jahr."
Der Kunde hat diese Zahl noch nie gesehen. Aber sobald er sie sieht, ist das Problem real.
Was eliminiert oder reduziert deine Lösung davon? Sei konservativ — das erhöht die Glaubwürdigkeit. „Unsere Lösung automatisiert 70 % dieses Aufwands. Das entspricht einem jährlichen Einsparungspotenzial von 43.680 €."
Nicht jeder Mehrwert ist eine Kosteneinsparung. Manchmal ist es Umsatzpotenzial. „Euer Vertriebsteam verliert laut euren Angaben täglich 90 Minuten mit Administrationsaufgaben. Bei 10 Vertriebsmitarbeitern und einem durchschnittlichen Stundenumsatz von 200 € sind das 1.800 € täglich oder 450.000 € jährlich an verlorenem Umsatzpotenzial."
Das ist ein anderes Gespräch.
Jetzt kommt der Preis. Aber nicht als Preis — als Investition.
„Unsere Lösung kostet euch 24.000 € im Jahr. Euer Einsparpotenzial liegt bei 43.680 €. Das ist ein ROI von 82 % im ersten Jahr. Break-Even in unter sieben Monaten."
Wer sagt jetzt noch „zu teuer"?
Den Business Case präsentierst du nicht am Anfang des Gesprächs. Du baust ihn auf, indem du Fragen stellst. Und dann präsentierst du ihn — wenn du alle Zahlen hast — als Zusammenfassung.
Timing: Idealerweise am Ende des zweiten oder dritten Gesprächs. Dann ist die Beziehung aufgebaut, die Daten sind gesammelt, und der Entscheider ist bereit für konkrete Zahlen.
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Ich präsentiere immer drei Szenarien:
Das hat einen psychologischen Vorteil: Der Kunde wählt selbst. Und er wählt fast immer das mittlere Szenario — das ist dein Ziel.
Ich stelle im Discovery Call gezielt Fragen, die mir die Bausteine für den Business Case liefern:
Diese Fragen klingen wie Neugier — und sie sind es. Aber sie füttern auch deinen Business Case.
Die häufigste Situation: Der Kunde sagt „Das ist zu teuer." Meine Antwort: „Verstehe. Lass uns das gemeinsam durchrechnen. Du hast mir erzählt, dass [Problem X] euch jährlich etwa [Betrag Y] kostet. Unsere Lösung kostet [Betrag Z]. Was spricht gegen eine Investition, die sich in [Monate] amortisiert?"
Stille. Dann Nachdenken. Das ist der Moment.
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Ein Business Case mit 15 Variablen und Sensitivitätsanalyse verwirrt. Halte es einfach. Eine Seite. Drei Zahlen.
Den ROI zeigst du, wenn du die Ausgangsdaten kennst. Nicht vorher. Sonst sind deine Zahlen Schätzungen — und der Kunde weiß das.
Dein Business Case ist gut. Der Business Case des Kunden ist besser. Lass ihn mitrechnen. Lass ihn seine eigenen Zahlen eintragen. Dann ist es seine Rechnung.
ROI kommt aus Kostenreduktion UND Umsatzsteigerung. Wer nur Kosten sieht, lässt die Hälfte des Arguments liegen.
Nach dem Gespräch: Sende eine schriftliche Zusammenfassung des Business Cases — ein Seiter als PDF. Das gibt dem Champion das Werkzeug, intern zu argumentieren.
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Ein ROI Kalkulator Vertrieb B2B ist kein Nice-to-have. Er ist die Voraussetzung für jeden erfolgreichen Abschluss mit einem Economic Buyer. Wer Mehrwert quantifiziert und in einen Business Case verwandelt, überzeugt nicht durch Rhetorik — sondern durch Logik.
Dein nächster Schritt: Bau noch heute deinen ersten einfachen Business Case für dein Produkt. Drei Zeilen: Was kostet das Problem? Was spart eure Lösung? Was kostet die Lösung? Probiere ihn im nächsten Gespräch mit einem Kunden aus.
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Wenn dein Zielkunde sagt: "Zeig mir erst, was du kannst"
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