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Speed-to-Lead: Wer zu spät anruft, verliert den Deal
Hey, Sales Insider — dein Lead ist schon weg.
Unsere Schulungen im Vertrieb richten sich an Sales- und Account-Manager, Verkäufer im Außendienst sowie an alle, die neue Kunden gewinnen möchten.
Wir bieten unsere Workshops in Präsenz und Live-online über Webmeetings an. Neben Inhouse-Seminare für Unternehmen ermöglichen wir auch die Teilnahme Einzelner bei unseren offenen Schulungen.

Sales Coaching ist die Königsklasse bei der individuellen Unterstützung zur Umsetzung und Anwendung von zielführenden Verkaufsstrategien im Arbeitsalltag.

Vorstellung und Steckbrief von Sascha Kronberg.
Hier geben wir Tipps und Anregungen, um sich im Vertriebsalltag zu verbessern.
Das ist eine Geschichte, die ich zu oft höre: Der Vertriebsmitarbeiter hat drei Monate lang ausgezeichnete Arbeit geleistet. Der Fachbereich ist begeistert, der Budget-Verantwortliche hat Interesse signalisiert. Dann kommt das Gegenprojekt der IT-Abteilung, die eine andere Lösung bevorzugt. Oder Legal stellt Anforderungen, die nicht erfüllt werden können. Oder ein C-Level, von dem niemand wusste, dass er involviert ist, hat grundsätzliche Bedenken.
Der Deal platzt. Nicht wegen des Produkts. Nicht wegen des Preises. Wegen einer Buying Group, die niemand vollständig kartiert hat.
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Laut Gartner sind an einer durchschnittlichen B2B-Kaufentscheidung 6 bis 8 Stakeholder beteiligt. In größeren Unternehmen kann diese Zahl noch höher liegen. Jede dieser Personen hat eigene Prioritäten, eigene Risikobewertungen und eigene Kriterien für eine gute Entscheidung.
Wer nur mit einer dieser Personen spricht, hat keine Verkaufschance — er hat eine Einzelmeinung.
Gartner-Forschung zum B2B Buying Journey zeigt zudem: Der größte Konkurrent im B2B ist nicht ein anderer Anbieter. Es ist der Status quo — also die Entscheidung, nichts zu tun. Und die entsteht häufig, weil die Buying Group keinen Konsens findet. Wenn verschiedene Stakeholder verschiedene Lösungen bevorzugen und keine Einigung möglich scheint, ist „wir entscheiden erst nächstes Jahr" die einfachste Lösung.
Wenn du als Sales Insider nur einen einzelnen Thread in einem Unternehmen pflegst, bist du abhängig von einer Person. Verlässt diese Person das Unternehmen, nimmt sie Urlaub oder wird sie übergangen — stirbt dein Deal. Multithreading — also das aktive Pflegen mehrerer paralleler Beziehungen in einer Buying Group — ist die Antwort.
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Der Economic Buyer ist die Person mit der finalen Budgetverantwortung. Er genehmigt die Ausgabe und trägt das finanzielle Risiko. Er interessiert sich für ROI, Risiken und strategische Ausrichtung — nicht für Features. Häufig ist er schwer erreichbar und delegiert Detailgespräche. Trotzdem: Ohne seine Zustimmung gibt es keinen Deal.
Technical Buyers prüfen, ob deine Lösung die technischen und funktionalen Anforderungen erfüllt. Das können IT-Verantwortliche, Fachbereichsleiter oder Berater sein. Sie haben Vetorecht — können aber oft nicht final kaufen. Sie entscheiden: „Kann das."
Die späteren Nutzer der Lösung haben einen starken informellen Einfluss. Wenn die Anwender deine Lösung ablehnen — wegen Bedienbarkeit, Veränderungsaufwand oder Skepsis gegenüber neuen Tools — ist Implementierungserfolg gefährdet. Ihr Commitment ist oft unterschätzt.
Wie ich in meiner Arbeit betone und wie auch das MEDDIC-Framework definiert: Ein Champion ist derjenige, der intern für deine Lösung kämpft. Er hat persönlichen Nutzen von der Lösung und genug Einfluss, um andere zu überzeugen. Der Champion ist dein wichtigster Verbündeter in der Buying Group.
Manchmal gibt es eine Person, die den Zugang zu anderen Stakeholdern reguliert oder dir als Coach dient — jemand, der dir sagt, wie die Entscheidungsprozesse intern wirklich funktionieren. Diese Rolle ist informell, aber wertvoll.
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Frage deinen initialen Kontakt aktiv:
Erstelle eine einfache Stakeholder-Karte: Name, Funktion, Rolle in der Buying Group, Prioritäten, Einstellung zur Lösung (positiv / neutral / skeptisch).
| Beispiel-Name | Funktion | Rolle | Priorität | Status |
| Franziska Schmidt | CFO | Economic Buyer | ROI, Risikominimierung | Noch nicht getroffen |
| Klaus Weber | IT-Leiter | Technical Buyer | Integration, Datensicherheit | Skeptisch |
| Beate Müller | Sales Ops | User Buyer | Bedienbarkeit, Zeitersparnis | Sehr interessiert |
| Christian Bauer | Head of Sales | Champion | Quota-Erreichung, Effizienz | Stark befürwortet |
Die Botschaft für den CFO ist eine andere als die für den IT-Leiter. Der Economic Buyer will ROI und Risikominimierung. Der Technical Buyer will Integrationstiefe und Sicherheit. Der Anwender will Benutzerfreundlichkeit und geringen Schulungsaufwand.
Das Prinzip ist dasselbe wie beim Tailor-Schritt des Challenger Sale: Eine Botschaft für alle ist keine Botschaft. Schneide deine Kommunikation auf die Prioritäten und den Schmerz jedes Stakeholders zu.
Für den IT-Leiter (skeptisch): „Ich verstehe, dass Ihre Hauptsorge die Integration ist. Wir haben eine native API für Ihr CRM-System — darf ich Ihnen eine technische Dokumentation schicken?"
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Für die Anwender (interessiert): „Frau Müller hat mir erzählt, dass das aktuelle System sehr zeitaufwändig ist. Ich würde gerne eine kurze Demo zeigen, die auf genau Ihre Use Cases eingeht."
Multithreading bedeutet: Parallel zu mehreren Stakeholdern echte Beziehungen aufbauen. Nicht informieren — interagieren. Das erfordert:
Die Faustregel: Wenn du nur mit einer Person sprichst, hast du keinen Deal — du hast einen Kontakt.
Dein Champion ist nur so stark wie die Argumente, die er intern einsetzen kann. Gib ihm:
„Herr Bauer, damit Sie die CFO überzeugen können: Ich habe hier eine einseitige Zusammenfassung mit den drei wichtigsten Geschäftswerten und unserer ROI-Berechnung. Soll ich das an Ihre Formulierung anpassen, bevor Sie damit intern gehen?"
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Nur einen Kontakt in einer Organisation zu haben ist das größte Risiko in einem komplexen Deal. Wenn diese Person geht, krank wird oder ihre Prioritäten ändert, ist dein Deal weg.
Viele Verkäufer meiden den Economic Buyer, weil der Zugang schwer ist. Aber: Ohne seine Zustimmung gibt es keine Entscheidung. Kein Champion ersetzt den direkten Kontakt.
Eine universelle Pitch-Deck-Version für alle ist ineffizient. Die CFO braucht andere Argumente als die Anwender.
Wenn ein Stakeholder skeptisch ist, tendieren Verkäufer dazu, ihn zu meiden. Das ist gefährlich. Skepsis, die unbehandelt bleibt, wird zum Veto.
Der Champion ist kein Vertriebsmitarbeiter. Er kann helfen — aber er braucht Unterstützung und klare Materialien. Wer ihn ohne Werkzeuge lässt, schwächt ihn.
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F: Was, wenn ich keinen Zugang zum Economic Buyer bekomme?
A: Dann ist das ein kritisches Risikosignal. Frage deinen Champion direkt: „Was ist der beste Weg, Frau Schmidt in unsere Gespräche einzubeziehen? Was würde ihr nutzen, zu sehen?" Wenn kein Zugang möglich ist, musst du den Deal-Risk realistisch einschätzen.
F: Wie groß ist die Buying Group typischerweise?
A: Laut Gartner-Forschung 6–8 Personen im Durchschnitt. Bei Enterprise-Deals können es mehr sein. Bei kleineren Mittelständlern oft 3–4.
F: Wie gehe ich mit intern zerstrittenen Stakeholdern um?
A: Bleibe neutral. Positioniere dich als objektiver Berater, nicht als Partei in einem internen Konflikt. Helfe dem Buying-Group-Konsens — nicht einer Seite.
F: Was ist Multithreading und wie starte ich damit?
A: Multithreading bedeutet, aktiv mehr als einen Ansprechpartner in einer Organisation zu kultivieren. Starte damit, deinen bestehenden Kontakt zu fragen, wen du noch treffen solltest. Anlass: fachliche Abstimmung, nicht Sales-Gespräch.
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Im modernen B2B-Vertrieb entscheidet nie eine Person allein. Wer das ignoriert und auf einen Champion oder Kontakt setzt, riskiert jeden Deal, in den er Monate investiert. Die Buying Group zu kennen, jeden Stakeholder individuell anzusprechen und parallel mehrere Beziehungen zu pflegen — das ist die Grundlage für Abschlüsse in komplexen Deals.
Dein nächster Schritt: Nimm deinen aktuell wichtigsten Deal. Erstelle eine einfache Stakeholder-Tabelle — wer ist involviert, welche Rolle spielt jede Person, was sind ihre Prioritäten, wie stehen sie zur Lösung? Für jeden unbeantworteten Punkt: Plane ein Gespräch, um ihn zu klären.
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Hey, Sales Insider — dein Lead ist schon weg.
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Du hast drei Monate in den Deal investiert. Und dann sagt jemand Nein, den du nie getroffen hast.
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Ein "das klingt interessant" ist kein Auftrag