Skip to the main content.
Sales Workshops & Seminare

Unsere Schulungen im Vertrieb richten sich an Sales- und Account-Manager, Verkäufer im Außendienst sowie an alle, die neue Kunden gewinnen möchten.

Formate & Inhalte

Wir bieten unsere Workshops in Präsenz und Live-online über Webmeetings an. Neben Inhouse-Seminare für Unternehmen ermöglichen wir auch die Teilnahme Einzelner bei unseren offenen Schulungen.

Firmenseminar

Individuelles Coaching

Sales Coaching ist die Königsklasse bei der individuellen Unterstützung zur Umsetzung und Anwendung von zielführenden Verkaufsstrategien im Arbeitsalltag.

Einzelcoaching

 

ÜBER SASCHA KRONBERG

Vorstellung und Steckbrief von Sascha Kronberg.

Sales Tipps & Ressourcen

Hier geben wir Tipps und Anregungen, um sich im Vertriebsalltag zu verbessern.

Cover-Sales-Insider-Audiobuch

 

4 min read

Sales Manager Playbook: 5 Moves für mehr Umsatz

Sales Manager Playbook: 5 Moves für mehr Umsatz

10% deines Teams bringen 65% des Umsatzes. Und der Rest?

 

Ich habe diese Zahl einem Vertriebsleiter gezeigt. Er nickte sofort. "Ja, bei uns sind das vier Leute." Dann kurze Pause. "Die anderen 14 weiß ich ehrlich gesagt nicht genau."

 

Genau da liegt das Problem. Und die Lösung.

 

Ein Sales Manager Playbook ist kein Handbuch für schlechte Zeiten. Es ist die strukturierte Antwort auf die Frage: Wie entwickle ich den mittleren Teil meines Teams systematisch nach oben?

 

FAQ

 

  • F: Was ist ein Sales Manager Playbook?
  • A: Ein strukturierter Leitfaden für Vertriebsleiter, der definiert, welche Coaching- und Management-Aktivitäten wann, wie oft und mit welchem Ziel stattfinden — basierend auf Daten, nicht Bauchgefühl.
  • F: Brauche ich dafür ein CRM oder spezielle Tools?
  • A: Nein. Die 5 Moves funktionieren auch ohne teures Tech-Stack. Aber mit strukturierten Daten werden sie deutlich schärfer.




Warum das Mittelfeld entscheidet

 

Die Top-Performer manage ich nicht. Die brauchen mich kaum. Und die Low-Performer? Da müsste ich strukturelle Entscheidungen treffen. Aber das Mittelfeld — das sind die 60–70% meines Teams, die mit dem richtigen Coaching signifikant besser werden könnten.

 

Das ist kein Annahme. Das sind Zahlen.

 

Laut Salesloft's Sales Manager Playbook (2026) konzentriert sich die typische Vertriebsführungskraft zu viel auf Top- und Bottom-Performer — und lässt das Mittelfeld weitgehend sich selbst. Das Ergebnis: Das Potenzial der größten Gruppe bleibt ungehoben.

 

Die Umsatzverteilung, die dich aufwecken sollte

 

Wenn 10% der Verkäufer 65% des Umsatzes erwirtschaften, und die untere Hälfte weniger als 8%, dann liegt das Problem nicht an der Einstellung. Es liegt am Entwicklungssystem — oder dessen Fehlen.

 

Siehe hierzu Artikel 7 — Vertriebsleistung steigern: Die KPIs, die wirklich zählen

 

Warum klassisches Management nicht reicht

 

Klassisches Vertriebsmanagement sieht so aus: Wochenmeetings, Quartalsziele, Forecast-Gespräche. Das ist Verwaltung — kein Coaching.

 

Laut Salesloft verfolgen 98% der Vertriebsteams nicht systematisch, warum Deals verloren gehen. Wer nicht weiß, warum er verliert, kann nicht systematisch besser werden.

 

FAQ

 

  • F: Wie viel Zeit sollte ein Vertriebsleiter fürs Coaching aufwenden?
  • A: Mindestens 30–50% der Arbeitszeit sollten in aktives Coaching fließen — nicht in Admin, Meetings oder eigenes Verkaufen. In der Praxis sind es oft unter 20%.
  • F: Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Feedback?
  • A: Feedback sagt, was falsch war. Coaching fragt, was der Verkäufer selbst tun will, um es zu verbessern. Coaching ist nachhaltiger — weil es innere Motivation aktiviert.




Die 5 Moves aus dem Sales Manager Playbook

 

Salesloft beschreibt in ihrem Sales Manager Playbook fünf konkrete Hebel. Ich ordne sie nach Priorität und gebe dir den Praxisrahmen.

 

Move 1: Cadences strukturieren — nicht improvisieren

 

Structured Cadences reduzieren Handover-Fehler laut Salesloft um 54% und bringen 15% mehr abgeschlossene Deals. Nicht weil die Cadence magisch ist — sondern weil sie Konsistenz erzwingt.

 

Eine Cadence definiert: Wie viele Kontaktpunkte auf welchen Kanälen in welchem Zeitraum? Wann gibt es Follow-up? Was passiert nach einer Demo? Was nach einem No-Show?

 

Praxisbeispiel

 

Ein Vertriebsleiter führt für sein 10-köpfiges Team eine verbindliche Post-Demo-Cadence ein: Follow-up-E-Mail innerhalb 2 Stunden, Call am Folgetag, LinkedIn-Kontakt nach 3 Tagen. Vorher: jeder macht es anders. Nachher: einheitliche Qualität — unabhängig vom Seller.

 

Siehe hierzu auch Artikel 3 — Kaltakquise-Training für Teams: So baust du es richtig auf

 

Move 2: Revenue Leaks identifizieren

 

98% der Teams tracken nicht systematisch, warum sie verlieren. Das heißt: Sie wiederholen Fehler, ohne es zu merken.

 

Revenue Leaks sind die Stellen, an denen Deals ohne guten Grund verloren gehen: Preis war falsch kommuniziert, Entscheider nicht erreicht, Follow-up zu spät.

 

Wie erkennst du sie? Analyse von verlorenen Deals nach Muster: Welche Deal-Stages haben die höchste Abbruchrate? Welche Verkäufer verlieren überproportional in Stage 3? Welche Einwände tauchen kurz vor Abschluss auf?

 

Praxisbeispiel

 

Ein B2B-Team analysiert 40 verlorene Deals aus dem letzten Quartal. Ergebnis: 60% der Deals scheitern in Stage 4 — nach Demo, vor Proposal. Grund: Das Proposal kommt im Schnitt 11 Tage nach der Demo. Maßnahme: Proposal-Template + 3-Tage-Frist. Abbruchrate in Stage 4 sinkt um 30%.

 

Move 3: Deal-Coaching mit Daten, nicht Bauchgefühl

 

Klassisches Deal-Coaching: "Wie läuft der Deal?" "Gut, glaube ich." Das ist kein Coaching.

 

Datenbasiertes Deal-Coaching fragt: Wie viele Stakeholder haben wir erreicht? Wann war der letzte Kundenkontakt? Welche nächste Aktion ist definiert?

 

Laut Salesloft schließen Deals über 500.000 EUR im Schnitt 15 Tage langsamer als Deals zwischen 50.000 und 100.000 EUR. Wer das weiß, kann gegensteuern: früher mehr Stakeholder einbinden, früher Entscheider adressieren.

 

Praxisbeispiel

 

Vertriebsleiter führt ein wöchentliches Deal-Review für Deals über 100.000 EUR ein — mit drei Pflichtfragen: Wer ist der Economic Buyer? Wann gab es zuletzt Kontakt? Was ist die vereinbarte nächste Aktion? Deals ohne klare Antwort kommen zuerst dran.

 

Move 4: Expansion-Potenzial aktivieren

 

Expansion Deals — Upsell, Cross-Sell, Renewal — machen laut Salesloft 13% des gewonnenen Umsatzes aus. Und sie schließen 40 Tage schneller als Neukundendeals.

 

Trotzdem investieren die meisten Teams 95% ihrer Coaching-Energie in Neuakquise.

 

Move 4 heißt: definiere, welche Accounts Expansion-Potenzial haben. Und baue dafür eine eigene Cadence.

 

Praxisbeispiel

 

Ein SaaS-Unternehmen identifiziert 30 Bestandskunden mit hoher Nutzungsrate, aber niedrigem Plan-Level. Für diese Accounts wird eine 6-Wochen-Expansion-Cadence aufgesetzt: Quarterly Business Review, Feature-Demo, Upgrade-Angebot. 8 von 30 skalieren innerhalb von 60 Tagen.

 

Move 5: Coaching-Kultur, nicht Kontroll-Kultur

 

Der häufigste Fehler von Vertriebsleitern: Sie managen Zahlen statt Menschen. Sie gehen ins 1:1 mit dem Forecast — und verlassen es ohne eine einzige Coaching-Frage gestellt zu haben.

 

Eine Coaching-Kultur entsteht, wenn Verkäufer wissen: Mein Manager hilft mir, besser zu werden — nicht nur, meine Zahlen zu prüfen.

 

Dafür braucht es drei Dinge: regelmäßige 1:1s mit echtem Coaching-Anteil, ein gemeinsames Entwicklungsziel pro Verkäufer und Feedback, das konstruktiv ist — nicht bestrafend.

 

FAQ

 

  • F: Wie erkenne ich, ob ich Coaching- oder Kontroll-Kultur habe?
  • A: Einfacher Test: Frag drei Verkäufer, was ihr persönliches Entwicklungsziel für das Quartal ist. Wenn sie es nicht nennen können — hast du Kontroll-Kultur.
  • F: Wie oft sollten 1:1s stattfinden?
  • A: Wöchentlich für aktive Verkäufer, alle zwei Wochen für stabile Performer. Weniger als alle zwei Wochen ist kein Coaching — das ist Abstand.
  • F: Wie halte ich Coaching trotz Zeitdruck durch?
  • A: Schütze 1:1-Zeiten im Kalender wie Kundentermine. Kein Verschieben. Kein "machen wir nächste Woche". Coaching-Disziplin ist eine Management-Entscheidung.

 

Siehe hierzu Artikel 12 — Vertriebsleiter als Coach: So führst du dein Team zum Erfolg




Häufige Fehler im Sales Management

 

Fehler 1: Nur Top- und Bottom-Performer im Fokus

Das Mittelfeld wird vernachlässigt — obwohl es das größte Hebelpotenzial hat.

 

Fehler 2: Forecast-Meetings statt Coaching-Sessions

1:1 ohne echte Entwicklungsfragen ist Zeitverschwendung — für Manager und Verkäufer.

 

Fehler 3: Kein Tracking von Verlust-Gründen

98% der Teams wissen nicht systematisch, warum sie verlieren. Also wiederholen sie es.

 

Fehler 4: Expansion als Nebensache

13% Umsatz, 40% schnellere Schließung — und trotzdem kaum Coaching-Aufmerksamkeit.

 

Fehler 5: Bauchgefühl statt Daten im Deal-Coaching

"Wie läuft der Deal?" — "Glaube ich gut." Das ist kein Informationsstand, das ist Hoffnung.

 

FAQ

 

  • F: Was ist der schnellste Move für kurzfristige Umsatzverbesserung?
  • A: Revenue Leak Analyse — gezielt in die letzten 20–30 verlorenen Deals schauen und Muster finden. Das dauert 2–3 Stunden und zeigt sofort, wo das größte Leck ist.




Fazit & nächster Schritt

 

Die 5 Moves sind kein Geheimwissen. Sie sind strukturiertes Management — konsequent umgesetzt. Cadences, die laufen. Deals, die datenbasiert gecoacht werden. Expansion, die aktiv entwickelt wird. Und eine Coaching-Kultur, in der Verkäufer wachsen wollen.

 

Das Mittelfeld deines Teams wartet auf Entwicklung. Nicht auf Kontrolle.

 

Dein nächster Schritt: Welcher der 5 Moves fehlt bei dir am meisten? Nimm dir den einen heraus — und führe ihn in den nächsten 30 Tagen verbindlich ein.

 

Weiterführende Artikel

 

Artikel 7 — Vertriebsleistung steigern: Die KPIs, die wirklich zählen

Artikel 6 — Sales Coaching vs. Sales Training: Was wann hilft



 

Quellen

 

  • Salesloft: The Sales Manager Playbook — 5 AI-Powered Moves to Turn Reps into Revenue Drivers — Salesloft, 2026-06-30
Vertriebsleistung steigern: Die KPIs, die wirklich zählen

1 Min. Lesezeit

Vertriebsleistung steigern: Die KPIs, die wirklich zählen

Du misst zu spät — und weißt es nicht

Read More
Vertriebstraining und Umsatz: Was die Zahlen sagen

1 Min. Lesezeit

Vertriebstraining und Umsatz: Was die Zahlen sagen

Ich werde oft gefragt: "Sascha, bringt Vertriebstraining wirklich etwas — oder ist das nur Geld rauswerfen?"

Read More
Dark Funnel: Wenn der Käufer dich googelt, bevor du anrufst

1 Min. Lesezeit

Dark Funnel: Wenn der Käufer dich googelt, bevor du anrufst

Dein Prospect hat schon eine Meinung über dich. Du weißt es nur nicht.

Read More